Regelventile Serie 700
Die Serie 700 umfasst direkt wirkende Durchgangs-Regelventile mit druckausgeglichenem Kegel zur Regelung Flüssigkeiten, Dampf oder anderen mit dem verwendeten Material verträglichen Medien, verfügbar in den Druckstufen PN 160, 250, 320, 400 und Nennweiten DN 25 bis 250.  Diese Ventilreihe ist für große Druckabfälle konzipiert. Das Gehäusematerial ist ferritischer warmfester Stahlguss (1.0619) bis 400°C, legierter warmfester Stahlguss (1.7357) bis 550°C, für Temperaturen bis 600°C hochlegierter warmfester Stahlguss (1.4931). Die Komponenten der Innengarnitur sind aus Edelstahl, Kegel und Sitz werden gepanzert (Stellit 6). Als Verbindung kommen Anschweißenden aus Stahl oder warmfesten Schmiedestahl zum Einsatz, auch Flanschverbindungen sind möglich. Die Leckagerate entspricht standardmäßig EN 1349 Klasse III, bei besonderen Anforderungen kann auch Klasse V angefertigt werden. Wegen der hohen Temperaturanforderungen werden ausschließlich federdruckbelastete Graphitstopfbuchsen Typ „Live Loading“ verwendet.
Zum Antrieb der Ventile Serie 700 eignen sich elektromechanische oder pneumatische Stellantriebe. Aufgrund des druckentlasteten Drosselsystems können relativ kleine, preiswertere elektrische oder pneumatische Stellantriebe verwendet werden.

Bei der Serie 700 werden 3 Varianten angeboten:

Das Regelventil RV 701 mit mehrstufigem Drosselsystem (1,2 oder 3 Stufen) kann mit Lochkegel und Lochkorb bis zu 4 MPa Druckabfall pro Stufe verarbeiten, bei Einsatz eines Parabolkegels 2 MPa (DN 25 bis kvs 1,6). Aufgrund der gleichen Dimensionen im Ein- und Ausgang ist dieses Ventil in erster Linie für Flüssigkeiten konzipiert.

Das Regelventil RV 702 wird zur Dampfregulierung eingesetzt. Abweichend zu dem oben beschriebenen Ventil haben diese Ventile einen erweiterten Ventilausgang mit Druckstufen PN 160/100. Dort kann der Dampf expandieren und die Fließgeschwindigkeit wird vermindert. Das ein- oder zweistufige Drosselsystem (Lochkegel und Lochkorb, Druckreduzierung max. 5 MPa pro Stufe), Ausgangserweiterung und zusätzlich die Möglichkeit zum Einbau von bis zu 3 Lochscheiben am Ausgang des Ventils sorgen für größtmögliche Druck- und Schallreduzierung.

Die Dampfreduzierstation RS 702 ist das gleiche Regelventil, erweitert durch ein verlängertes Abgangsrohr mit Anschluss für einen Einspritzkopf. Bei dieser Armatur wird der reduzierte Dampf mithilfe von geregelt eingespritztem Kühlwasser entspannt und gekühlt. LDM bietet zwei Typen von Einspritzköpfen:
  • VH zum Einspritzen von Kühlwasser mittels 1 – 3 Spraydüsen (abhängig von der benötigten Kühlwassermenge). Bei größerem Bedarf an Kühlwasser können mehrere Einspritzköpfe in die Leitung montiert werden.
  • VHP mit Anschluss für zusätzlichen Treibdampf, der sich in einer Laval-Düse mit dem Kühlwasser zu feinsten Tropfen vermischt. Dieser Typ wird dort eingesetzt, wo nur kleine Kühlwassermengen benötigt werden und ausreichender Druckunterschied zwischen Treibdampf und gekühltem Dampf herrscht.
Beide Typen können zur Kühlung des Dampfes bei Temperaturen bis zu 600°C eingesetzt werden. Für die Regulierung der Kühlwassermenge bietet LDM entsprechende Regelventile.